Marco Tosatti
Liebe Freunde und Feinde von Stilum Curiae, dank der Freundlichkeit eines Freundes unserer Website, dem wir von Herzen danken, möchten wir Ihnen diese Erklärungen von Monsignore Carlo Maria Viganò in Bezug auf die Priesterbruderschaft St. Pius X. und den Vatikan zur Kenntnis bringen.
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Monsignore Viganò / Nach dem Treffen mit der FSSPX. Eine giftige Falle von Fernández
von Monsignore Carlo Maria Viganò
Die Erklärung des Dikasteriums für die Glaubenslehre zum Treffen mit der Bruderschaft St. Pius X. ist eine giftige Falle voller modernistischer Heuchelei. Hinter einem falschen Geist des Dialogs steckt nur das Ziel, Bischofsweihen zu verhindern.
1 – Es wird von „Mindestanforderungen für die volle Gemeinschaft mit der katholischen Kirche” gesprochen, als gäbe es so was wie einen kleinsten gemeinsamen Nenner, was den integralen und unveränderlichen Glauben angeht. Es gibt nichts zu diskutieren: Die Bruderschaft ist schonvon jeher in Gemeinschaft mit der katholischen Kirche. Vielmehr muss die Kongregation für die Glaubenslehre mit ihrem Präfekten Tucho Fernández in Frage gestellt und dafür verurteilt werden, daß sie diese Voraussetzungen mit Füßen getreten hat, da sie konziliare und synodale Irrtümer, moralische Umstürze und Götzendienst willkommen geheißen hat.
2 – Der Anspruch, ein „kanonisches Statut” für die Bruderschaft zu entwerfen, ist absolut inakzeptabel und muss verhindert werden. Jede kanonische Konfiguration würde sie in die Fänge des aktuellen vatikanischen „Systems” bringen, mit dem Ziel, jeden traditionellen Widerstand zu zerstören. Wir haben das bei den Ecclesia-Dei-Gemeinschaften gesehen, die zum Schweigen gebracht oder aufgelöst wurden: Das wäre spiritueller Selbstmord.
3 – Fernández zitiert die dogmatische Konstitution „Pastor Æternus” des Ersten Vatikanischen Konzils und bekräftigt damit scheinheilig die Lehre von der „ordentlichen, höchsten, vollen, universalen, unmittelbaren und direkten” päpstlichen Gewalt. Wie viel Heuchelei steckt in denen, die die „Synodalität” fördern und das Erste Vatikanische Konzil als veraltet und als Hindernis für die ökumenische Einheit mit den Häretikern und Schismatikern betrachten! Diese Doppelmoral ist dreist: Einerseits behauptet Tucho, dass das Zweite Vatikanische Konzil weder revidiert noch geändert werden kann, weil es die „condicio sine qua non” für die Existenz der konziliaren und synodalen Kirche selbst ist; auf der anderen Seite theoretisiert das Dikasterium zur Förderung der Einheit der Christen mit dem Dokument „Der Bischof von Rom“ eine „Neuinterpretation“ des Papsttums im Licht der Synodalität und der Ökumene, was im Wesentlichen im Widerspruch zum Dokument „Pastor Æternus“ und dem gesamten Lehramt über den Papst steht und dieses widerruft.
4 – Das Kirchenrecht wird auf den Kopf gestellt und untergraben: Es hat nicht mehr das Heil der Seelen als Grundprinzip – „Salus animarum suprema lex” –, sondern wird zu einem Instrument zur Festigung einer auf sich selbst bezogenen Macht und zu einer Waffe zur Unterdrückung jeder Stimme, die mehr als nur berechtigten Widerspruch gegenüber den Umstürzlern äußert, die die Autorität in der katholischen Kirche usurpieren. Auch hier ist die Doppelmoral offensichtlich: Man denke nur an die Duldung der Bischofsweihen der Chinesischen Patriotischen Vereinigung durch den Heiligen Stuhl oder an die skandalösen schismatischen Initiativen der Deutschen Bischofskonferenz.
Das Treffen zwischen Tucho Fernández und Don Davide Pagliarani macht das Paradox der letzten sechzig Jahre deutlich: Wer angeklagt wird, außerhalb der katholischen Kirche zu stehen, der bewahrt ihren Glauben, und wer als mit dem Apostolischen Stuhl in Gemeinschaft stehend gilt – bis hin zur Übernahme höchster Ämter –, der ist in Wirklichkeit ketzerisch und apostatisch.
+ Carlo Maria Viganò, Erzbischof
Viterbo, 14. Februar 2026
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